Interface-Ergonomie

Was ist Interface-Ergonomie?

Interface-Ergonomie befasst sich mit der wissenschaftlich fundierten Gestaltung von Mensch-Maschine-Schnittstellen, die an die wahrnehmungsbezogenen, kognitiven und physischen Fähigkeiten des Menschen angepasst sind – insbesondere unter operativem Stress, Zeitdruck und sensorischer Überlastung. In sicherheits- und missionskritischen Systemen sind ergonomisch optimierte Interfaces entscheidend, um intuitive Steuerung, effiziente Informationsverarbeitung und nachhaltige Operatorleistung sicherzustellen. Dies umfasst nicht nur visuelles Layout und Bedienmechanismen, sondern auch die Integration physiologischer Sensorik, adaptiver Reaktionslogik und Umgebungsbedingungen (z. B. Cockpit, (Remote-)Kontrollstation, mobile Plattform).

Im Kern stellt Interface-Ergonomie sicher, dass Technologie zum Menschen passt – und nicht umgekehrt.

Unsere Expertise

HML kombiniert neuroergonomische Methoden, psychophysiologische Analysen und systemorientiertes Interface-Design, um Schnittstellen für hochkritische Einsatzumgebungen zu entwickeln. Unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten gehen über klassische Usability-Tests hinaus und zielen auf menschliche Resilienz, Vertrauen und Leistungsfähigkeit unter realer operativer Belastung.

Zentrale Kompetenzfelder umfassen:

  • Sensorbasierte ergonomische Analysen, z. B. zur Untersuchung belastungsabhängigen Blickverhaltens, muskulärer Ermüdung, Stressreaktivität und Aufmerksamkeitsmetriken

  • Design multimodaler Steuer- und Feedbacksysteme, mit Integration von Sprache, Gesten und haptischen Eingaben sowie taktilen Alerts für degradierte oder hands-free Operationen

  • Optimierung der Informationsarchitektur, z. B. durch visuelle Priorisierung, kontextsensitive Informationsschichtung und intelligentes Interruption Management

  • Layout- und Interaktionsdesign für Cockpits, Remote-Control-Stationen oder Simulationsstationen, unter Berücksichtigung anthropometrischer, kognitiver und aufgabendynamischer Anforderungen

  • Integration physiologischer Rückmeldungen in das Interface-Verhalten, z. B. durch adaptive Helligkeit, angepasste Inhaltsdynamik und Alert-Unterdrückung in Phasen maximaler Belastung

Wir nutzen experimentelle Protokolle, simulationsbasierte Evaluation und kognitives Workload-Modellieren, um ergonomische Entscheidungen von der Konzeptphase bis zum operativen Einsatz zu validieren.

What We Offer

HML bietet umfassende Dienstleistungen im ergonomischen Interface-Design und in der Validierung – wissenschaftlich fundiert und operativ maßgeschneidert:

  • Interface-Benchmarking unter simuliertem Stress, inkl. Biosignal-Tracking, Workload-Mapping und Usability-Metriken für eine objektive Bewertung

  • Individuelle Interface-Entwicklung für Verteidigungs- und Kontrollanwendungen, inkl. berührungsloser Steuerungsoptionen, redundanter Interaktionskanäle und fehlertoleranter Workflows

  • Design-Support für adaptives Interface-Verhalten, das sich dynamisch an Aufgabenphasen, Nutzerzustände und Missionsprofile anpasst

  • Richtlinien und Compliance-Frameworks, abgestimmt auf MIL-STD-Spezifikationen, DIN-EN-ISO-Ergonomienormen und operative Sicherheitsanforderungen

  • Sensorintegrierte Interface-Module für die nächste Generation der Mensch-Maschine-Interaktion, die eine nahtlose Integration von Echtzeit-Physiologie- und Kontextdaten ermöglichen

Unser ergonomischer Designansatz ist stets evidenzbasiert, menschenzentriert und kontextsensitiv – entwickelt, um Kontrolle, Klarheit und Vertrauen unter Druck zu gewährleisten.

Kontaktieren Sie uns

Wenn Sie missionskritische Interfaces entwickeln oder die Usability und Resilienz Ihrer Systeme gezielt verbessern möchten, nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf. Wir unterstützen Sie mit Interface-Assessments, zielgerichtetem Prototyping oder gemeinsamer Entwicklung, die präzise auf Ihre operativen Anforderungen zugeschnitten ist.